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Position: Wie bewirbt man sich als WissenschaftlerIn ausserhalb der akademischen Welt
Institution: All-Acad.com
Location: Austria, Switzerland, Germany
Duties: Lesen Sie zuerst ein Buch von 1000 Seiten, um herauszufinden, wie man sich bewirbt? Nein! In diesem kurzen Text ist alles Wesentliche zusammengefasst
   
Text: Wie bewirbt man sich als WissenschaftlerIn ausserhalb der akademischen Welt Jobsearch: Maths and Stats: www.math-jobs.com Physics and Engineering: www.tesla-jobs.com Computer Science: www.turing-jobs.com Life Science, Medicine and Chemistry: www.nobel-jobs.com All areas: www.all-acad.com Buchempfehlung: Das Hesse / Schrader Bewerbungshandbuch von Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader; ebenfalls lesenswert (von mir!): Mathematiker/innen und Statistiker/innen und die unternehmerische Selbständigkeit Um herauszufinden, welchen Beruf man als WissenschaftlerIn ausüben will, dienen Praktika, Konferenzen und Gespräche mit älteren KollegInnen, welche bereits in diesem Beruf arbeiten (für MathematikerInnen empfehlen wir noch diese Website mit der Auflistung und kurzen Besprechung der Arbeitsfelder). Je nachdem kann dies ein sehr schwieriger Prozess sein. Relativierend darf gesagt werden, dass man den ersten Job nicht sein Leben lang ausüben muss. Die eigentliche Stellensuche besteht danach aus 3 Stufen: Stelle finden Stelle erhalten Stelle behalten 1. Stelle finden Die erste Stufe stellt für WissenschaftlerInnen kein Problem dar. Mit www.math-jobs.com (Math und Stat), www.tesla-jobs.com (Physics and Engineering), www.turing-jobs.com (Computer Science) und www.nobel-jobs.com (Life Science, Medicine and Chemistry) decken wir den gesamten Arbeitsmarkt für Science und Technologie ab - für andere Gebiete: www.all-acad.com. Es ist unser erklärtes Ziel, dass alle öffentlich ausgeschriebenen Stellen für WissenschaftlerInnen auch bei uns ausgeschrieben werden. Bei uns finden Sie also alle Stellen. Am besten tragen Sie sich etwa 1 bis 2 Jahre vor Studienabschluss oder bei sich anbahnendem Stellenwechsel auf den Sie interessierenden Mailinglisten ein. Eine sinnvolle Ergänzung dazu ist, dass Sie alle Inserate in einem Ordner aufbewahren, falls Sie jetzt schon wissen, dass Sie innert 1 Jahr eine Stelle suchen müssen. Man kennt dann nicht nur die Firmen, sondern auch die richtigen Ansprechpartner. Diese suchen unter Umständen auch nach einem Jahr noch Personen mit geeignetem Profil, sodass sich eine kurze Kontaktaufnahme durchaus lohnen kann - selbst wenn die Firma momentan keine Stellen ausgeschrieben hat. Worauf ist bei der Stellensuche zu achten? Unseres Erachtens sollten Prognosen über Zukunftsbranchen mit Vorsicht genossen werden. Auch unsere Einschätzung der Zukunft ist nur unsere begründete Meinung. Hingegen sollte man sich bei grossen Konzernen doch darum bemühen, festzustellen, ob die Firma überhaupt selber an ihre Zukunftschancen glaubt. Indikatoren sind Ausgaben in Forschung und Entwicklung, Deklarationen des Top-Managements. Jede(r) muss sich selber die Frage stellen, ob er/sie den Weg einer Karriere (und wie weit) beschreiten möchte und auf wieviel man dabei zu verzichten bereit ist. Falls man eine mehr oder weniger steile Karriere anstrebt (oder zumindest diese Möglichkeit offen lassen möchte), wird von Personalverantwortlichen häufig folgende Sicht vertreten: Man sollte in einer grossen Firma beginnen Man sollte sich zuerst fachlich spezialisieren und dort Kompetenz erwerben Danach folgt ein Übergang weg von der fachlichen Spezialisierung über Teilprojektleitung zur Projektleitung hin zu Verantwortung für ganze Bereiche des Unternehmens Erst danach sollte ein Wechsel in ein kleineres Unternehmen in Betracht gezogen werden Dies ist das "Rezept" für eine Standardkarriere. Es gibt aber immer wieder Persönlichkeiten mit unkonventionellen Wegen, welche es bis ganz oben schaffen und dort auch viel Positives realisieren. Dazu kommt noch, dass sich die Arbeit von WissenschaftlerInnen in grossen Konzernen und in kleinen Firmen unter Umständen praktisch nicht unterscheidet - man arbeitet in beiden Fällen in kleineren Gruppen. Dies spricht dafür, dass es keine derart zentrale Frage ist, ob man in einem grossen Konzern, oder in einer kleineren Firma einsteigt. Eine interessante Alternative zur Karriere in Richtung (Wissenschafts-)Management besteht darin, dass man eine hochspezialisierte Fachkraft ist und bleibt. Dazu gehört dann eine permanente fachliche Weiterbildung. WissenschaftlerInnen werden immer wieder in Vorstellungsgesprächen von der Frage nach den Karrierevorstellungen überrascht, weil sie sich bis anhin nicht mit dieser Frage befasst haben. Das Stelleninserat ist genau zu lesen. Falls man ein paar Anforderungen nicht erfüllt oder leicht andere Ziele vor Augen hat, lohnt sich eventuell eine kurze Kontaktaufnahme mit der Linie (Fachabteilung) trotzdem. Vielleicht ist die Abteilung derart gross oder der Rücklauf derart klein, dass sich trotzdem eine Anstellung ergibt. Stossen Sie zu einer Gruppe, welche Ihnen etwas bieten kann. Dies muss nicht unbedingt fachlich sein. Auf keinen Fall sollten Sie mit der Einstellung: "in einer schlechten Gruppe bin ich der Beste/Grösste" auswählen. Unter einer schlechten Chefin / einem schlechten Chef zu arbeiten ist nicht auszuhalten! Schauen Sie, dass Sie ein Geschäft von der Picke aus lernen können. Personen, welche von allem eine Ahnung haben, sind nicht zu gebrauchen. Betrachten Sie Grosskonzerne mit mehreren 10'000 Mitarbeiter/innen nicht als homogenen Block. Es kann sein, dass Sie von einer Abteilung schlechtes hören und eine andere Abteilung sehr gut ist. Bemerkung zu Personaldienstleistungsunternehmen (PDU) (Stellenvermittlung, Head Hunter, etc.): Es gibt ein sehr breites Spektrum von Firmen, welche zwischen den Stellensuchenden und den suchenden Firmen diverse Dienstleistungen anbieten: reine Stellenbörsen, welche nicht selber Personen vermitteln (wir sind eine solche Firma) Vermittler, welche bei konkretem Auftrag für eine bestimmte Firma eine bestimmte Stelle besetzen Personaldienstleistungsunternehmen, welche eine ausführliche Karriereplanung anbieten und viele Kontakte haben Head Hunter Die Gründe für den Einsatz von PDU bei der Rekrutierung sind mannigfaltig: Die Firma will vielleicht anonym über ein PDU suchen, weil die Konkurrenz sonst wegen der Beschreiung der Stelle und der Anforderungen herausfinden kann, woran gerade gearbeitet wird. Es kann sein, dass einE schwierigeR MitarbeiterIn ersetzt werden muss. Um zu verhindern, dass dieseR MitarbeiterIn in einem Stelleninserat erkennt, dass man ihn/sie ersetzen will, muss die Firma anonym (über ein PDU) suchen. Dies vor allem dann, wenn der Ersatz die Stelle sofort nach der Entlassung des/der alten Mitarbeiters/in antreten muss. Engpässe in den Personalabteilungen sind in Grosskonzernen derart häufig (vor allem in der Hochkonjunktur), dass Rekrutierungen an PDU abgegeben werden. Alle diese Dienstleistungen benötigen in der Schweiz eine staatliche Bewilligung (Arbeitsvermittlungsgesetz). Die Prämien, welche PDU pro Einstellung erhalten, variieren zwischen 10'000.- und mehr für Hochschulabgänger und gegen 100'000.- und mehr bei Seniors. Diese hohen Prämien werden heute kritisiert. Auch sind die PDU wegen des Internets und sehr guten und einfachen Stellenbörsen in Frage gestellt. Was ist im Umgang mit PDU zu beachten: Die Dienstleistung ist in der Schweiz laut Gesetz kostenlos, sofern nichts anderes explizit vereinbart wurde. Vereinbarungen, dass man keine anderen PDU konsultieren darf (oder selber nicht weiter bei der Stellensuche überhaupt aktiv sein darf), sind laut Gesetz nichtig. Beachten Sie dazu aber folgende Punkte: Über diesen Punkt kann und soll man mit dem PDU offen sprechen und sich dann an die Abmachung halten. Ein PDU hat schliesslich auch einen Aufwand wegen Ihnen. Denkbar ist es zum Beispiel, eine Zeitlimite zu vereinbaren ("1 oder 2 Monate mache ich selber nichts und lasse Sie machen"). Es ist ohne moralischen Unterton zu akzeptieren, wenn ein PDU sagt, dass er nur mit Ihnen zusammenarbeitet, wenn Sie nicht auch noch andere PDU einschalten oder selber suchen. Mit dem PDU vereinbaren (und notieren), wohin Dossiers geschickt werden (wegen etwaiger eigener Anstrengungen). Bei schlechter Konjunktur lassen Stellenbörsen PDU's kostenlos Stellen schalten. Zum Teil werden dann Stellen ausgeschrieben, welche gar nicht existieren: die Stellenbörse sieht gut aus und der Name des PDU wird bekannt. Aber es ist ein schlechter Service für die Arbeitnehmer/innen. Wir machen so was nicht! Nach Möglichkeit sollte man sich direkt bei Firmen bewerben. PDU's, welche bei uns ausschreiben, zahlen immerhin 900 CHF für ein Inserat bei uns (Preis Schweiz). Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass diese tatsächlich an KandidatInnen interessiert sind. Falls jemand mit PDU's, welche bei uns ausschreiben, schlechte Erfahrungen macht, sollte man uns umgehend informieren! 2. Stelle erhalten (Vorsicht: auf die Schweiz zugeschnitten!) Die Bewerbungsunterlagen Bewerbungsunterlagen beinhalten: Begleitschreiben (Nebenbemerkung: wenn Matur auf 2. Bildungsweg, dies bereits auch im Begleitschreiben erwähnen, da sonst das hohe Alter abschreckend wirken kann) Lebenslauf (CV) mit Passbild Zeugnisse Arbeitsbestätigungen von Praktika und allenfalls weitere Arbeitszeugnisse Referenzen Das Begleitschreiben sollte nicht den Eindruck erwecken, dass man dabei einen Standardbrief nicht mal auf die Firma angepasst hat. Wenn nicht künstlich erzwungen, sollte man erwähnen, warum man gerade in diesem Unternehmen arbeiten will. Detail: Es ist trotzdem sinnvoll, auf dem Computer sowohl vom Begleitbrief wie auch vom CV und weiterem eine Standardversion zu haben, welche man dann an den konkreten Job anpasst. Des weiteren sollte man genau angeben, welche Stelle gemeint ist (inkl. Kennziffer falls vorhanden) und wo man von der Ausschreibung erfahren hat (bei math-jobs.com, tesla-jobs.com, turing-jobs.com oder nobel-jobs.com). Geben Sie an, falls Sie in den kommenden Tagen sicher abwesend sind (Militär, berufliche Abwesenheiten). Lebenslauf Name, Vorname, Adresse, Telefonnummern (wann via welche Nummer erreichbar), Fax, E-Mail (nur eine E-Mail-Adresse), evtl. persönliche Website Persönliche Daten (Geburtsdatum, Zivilstand, Heimatort oder Nationalität (allenfalls mit Ausländerstatus)) Ausbildung mit Ort und Dauer der jeweiligen Ausbildung und bisherige Berufserfahrung, Praktika mit Arbeitgeber und Aufgabe (in der Schweiz chronologisch, Zeitachse nach unten) Informatikkenntnisse Sprachkenntnisse längere Auslandaufenthalte oben bei "Ausbildung/bisherige Berufserfahrung" klar erwähnen Publikationen für wissenschaftliche Stellen: ausführlich auf Beiblatt für Stellen in der Privatwirtschaft: kurz (auf keinen Fall ausführlich, sonst geht man davon aus, dass die Person eigentlich an der Hochschule bleiben will und sich in der Praxis nicht bewähren wird), nur wenn relevant für Stelle oder falls man ein Buch geschrieben hat Sonstige Aktivitäten (Vereinsengagement, auch Sport und Kultur) Referenzpersonen Passbild hinten mit Namen beschriften (falls es abfällt) und auf CV aufkleben, nicht anklammern Zeugnisse erst ab Mittelschule oder gar Hochschule nie Originale einsenden Anordnung chronologisch wie im Lebenslauf erwähnt Als HochschulabsolventIn weiss man eventuell noch nicht, wen man als Referenz angeben kann. ProfessorInnen, in deren Fächern man gute Leistungen hatte, sind eine erste Referenz (eine Weitere kann aus der Nachbarschaft kommen oder aus Vereinen, in denen man sich erfolgreich engagiert hat). Auch aus Praktika und Militär können ebenfalls wichtige Referenzen gewonnen werden. Referenzpersonen sind selbstverständlich zu fragen, bevor man sie angibt! Handschriftliches nur dann beilegen, wenn explizit verlangt! Bewerbung via Eingabe-Maske oder E-Mail: Wir sind selber gegen Eingabe-Masken, weil Sie die individuelle Persönlichkeit der BewerberInnen nicht berücksichtigen und Zeichen von Massenabfertigung sind. Wenn eine Firma dies jedoch zur ersten Kontaktaufnahme explizit verlangt, muss man sich danach richten. Eine andere Sache ist das Einsenden der üblichen Bewerbungsunterlagen via E-Mail. Wir raten heute (2016, dies könnte sich in Zukunft ändern) von elektronischen Bewerbungen via E-Mail ab: In nicht wenigen Grosskonzernen erhalten Personalverantwortliche pro Tag zwischen 80 und 300 E-Mails. Konventionelle Bewerbungsunterlagen sind Ihre Visitenkarte und werden nicht so schnell weggeworfen wie E-Mails getrasht werden. Eine andere Sache ist es mit kurzen Anfragen an die Personalabteilung wie "Ist diese Stelle noch offen?" (falls bereits 2 Monate auf dem Web) oder an den Linienvorgesetzten wie "habe erst ein halbes Jahr Berufserfahrung, es werden aber 2 verlangt; macht es Sinn, sich trotzdem zu bewerben?" (Dies kann je nach Lage des Arbeitsmarktes sehr wohl der Fall sein, zudem werden vielleicht auch weitere Personen gesucht). Dann kann ein E-Mail durchaus sinnvoll sein. Es sind bei einem E-Mail folgende Punkte zu beachten (Dies gilt auch für den Fall, dass man sich doch via E-Mail bewerben möchte oder die Firma dies ausdrücklich verlangt): "Es ist ja nur ein E-Mail" ist keine Entschuldigung für Schreibfehler und schlechten Stil "Subject"-Zeile mit Jobbezeichnung inklusive Referenznummer und Quelle der Ausschreibung (math-jobs.com, tesla-jobs.com, turing-jobs.com oder nobel-jobs.com) keine durchgehende kleinschreibung. das kommt nicht gut an. Keine Spezialeffekte (werden eventuell von Empfängermedium technisch nicht unterstützt oder geben ein unerwartetes Resultat) Attachments: zentrale Informationen allenfalls auch im E-Mail selber, v.a. Kontaktinformationen; gehen Sie immer davon aus, dass das Attachment nicht geöffnet werden kann! Wenn man sich komplett via E-Mail mit Attachments bewirbt, so ist das E-Mail nicht Ersatz des Begleitschreibens. Dieses sollte die erste Seite im Word- oder pdf-Dokument sein. Wenn möglich, sollte man alles in einem einzigen Dokument als Attachment verschicken. Falls innert 3 Wochen keine Reaktion erfolgt, via E-Mail nachfragen, ob Bewerbung erhalten. Selbstverständlich alles fehlerfrei, A-Post, kein Umweltpapier! Detail 1: Die obigen (A4-)Unterlagen werden am besten gelocht und in einem sauberen Heftmäppchen mit Klammer eingesandt (nicht gefaltet). Das Couvert, in dem man die Bewerbungsunterlagen schickt, darf man ruhig (sauber und schön) von Hand anschreiben. Detail 2: Am besten nimmt man sich pro Bewerbung einen ganzen Tag Zeit und lässt die Bewerbungsunterlagen komplett fertig einen Tag lang liegen. Vielleicht fällt einem noch was ein. Es ist weiter ratsam, die Bewerbungsunterlagen von einer anderen Person lesen zu lassen, bevor man sie abschickt. Das Bewerbungsgespräch Man sollte sich auf jeden Fall mindestens derart auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten, dass man Informationen (Produkte, Dienstleistungen, Branche, Konkurrenten, von welcher Geschäftseinheit kommen die Gewinne, internationale Ausrichtung, Image in der Öffentlichkeit, Besitzverhältnisse, Organisation) über die Firma einholt. Dazu dient Website und Geschäftsbericht der Firma, Wirtschaftsnachrichten sowie Suche im Web. Dann sollte man sich Klarheit darüber verschaffen, was man der Firma bringt. Versetzen Sie sich dazu in die Lage des Abteilungsleiters. Die Gesprächspartner in der Firma sind in der Regel die zuständige Person in der Personalabteilung und der/die Linienvorgesetzte. Es gibt normalerweise bis zu einer Einstellung zwei bis drei Interviews. Im ersten Interview geht es um eine Vorselektion, meist durch die Personalabteilung. Mit den Personalverantwortlichen sollte man nicht über Wissenschaft sprechen! Von der Sache her wird es inhaltlich in den Gesprächen in der Regel um folgende Punkte gehen: Inhaltliche Herausforderung Können Sie intellektuell und von der Leistungsfähigkeit genügen? Haben Sie auch die Leistungsbereitschaft und Motivation, Neigung? Passen Sie ins soziale Umfeld der Abteilung? Weiterbildungsmöglichkeiten Lebenssituation geographischer Standort Lohn/Zusatzleistungen Wie geht es jetzt weiter? Lohnverhandlung erst am Schluss, immer Jahreslohn besprechen, zur Orientierung (für HochschulabsolventInnen in Mathematik Platz Zürich und Basel, nicht für andere HochschulabsolventInnen), alle Sonderleistungen inbegriffen: Diplom = 90'000.- (PK-ExpertInnen eher weniger, da man am Anfang viel in die Ausbildung investieren muss) Doktor = 100'000.- Diplomarbeit oder Doktorarbeit in relevantem Gebiet (z.B. Finanzmathematik) bis zu 20'000.- mehr Auslandaufenthalte und Sprachen können den Einstiegslohn weiter steigern Industrie 10'000.- weniger (fragen Sie uns bitte nicht warum!) Es ist in der Theorie allgemein akzeptiert, dass von der Bewerberseite her die folgenden Determinanten einen Einfluss auf den Anfangslohn haben (innert einer gewissen Bandbreite): Hochschule, Studiendauer, Diplomarbeitsthema, Abschlussnote, Spezialisierungsrichtung, Promotion, Lehre/Praktikum, Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Zusatzausbildung, Auslandaufenthalte, Erscheinungsbild/Auftreten. Abgesehen vom letzten Punkt machen wir aber die Beobachtung, dass diese Determinanten kaum gross in Erscheinung treten. Von Ihrer Seite, also als Bewerber, achten Sie bezüglich des Angebots der Firma auf Position, Konkurrenz der Bewerber, Funktionsbereich, Branche, Grösse der Firma, Konzernabhängigkeit und Firmensitz, Firmenimage, Aufstiegschancen, Personalentwicklung, Ertragslage. Und wie sieht die Lohnentwicklung in den Jahren nach dem Berufsstart aus? Sie müssen (bei guter Arbeit und gesteigerten Fähigkeiten) eine Lohnerhöhung verlangen. Einmal (!) im Jahr (Ende oder Anfang Jahr je nach Firma) soll über den Lohn gestritten werden. Dann nicht mehr für ein Jahr. Dann herrscht wieder Freude, Harmonie und Eintracht. Wenn Sie weniger Lohn fordern, als der Markt hergibt, dann profitiert nicht der Portier, nicht der Bauarbeiter, nicht die Kioskfrau oder die Verkäuferin, sondern der Kapitalgeber, die Aktionäre, die Shareholder. Konkret werden meist Fragen der folgenden Art gestellt, welche man sich vorher in Ruhe ehrlich beantworten sollte (diese ehrliche Antwort sollte man im Normalfall dann auch geben): Weshalb sieht man sich in diesem Unternehmen, in einem Grossunternehmen? Welche Ziele hat man im Leben und in der Firma? Liebt man eher Teamarbeit oder ist man Einzelkämpfer (dabei ist Einzelkämpfer hier nicht mit asozial gleichgesetzt oder überhaupt negativ gemeint, je nachdem will man eineN EinzelkämpferIn) Wie stelle ich mir meineN VorgesetzteN vor? Was wünsche ich mir (patronal, kollegial, offene Tür oder via Sekretärin anmelden) Ist Ihnen etwas gelungen, worauf Sie sehr stolz sind? Frage an Frau: "Haben Sie vor, Kinder zu kriegen?" - Antwort: "Irgendwann vielleicht schon, es ist jetzt aber kein Thema!" 2 heikle Fragen an Mann: "Spielen Sie Schach?" - Antwort: "Nein", "Haben Sie eine Freundin?" - Antwort: "Ja". Im weiteren sollte man folgende Fragen stellen, falls im Verlauf des Gesprächs nicht beantwortet: Wie wird man eingearbeitet? Wie sieht ein "normaler" Arbeitstag aus (falls in wissenschaftlichem Bereich tätig: wie viel ist Routine, wieviel herausfordernde geistige Tätigkeit)? Welche Mittel werden Ihnen für die Erreichung der Ziele zur Verfügung gestellt? Wie viele Mitarbeiter sind zu führen? Was geschah mit dem vorherigen Stelleninhaber? Wie sind die Arbeitszeiten geregelt (Jahresarbeitszeit, Wochenarbeitszeit)? Wieviel Reisetätigkeit ist mit der Arbeit verbunden? Auslandaufenthalte? Wieviel Unterstützung kann man bei der Weiterbildung erwarten (freie Zeit dazu)? Wichtige weitere Details: Falls man krank ist, das Bewerbungsgespräch auf jeden Fall absagen! pünktlich (das heisst genau 5 Minuten zu früh) Selbstverständlich erscheint man als Mann im Anzug mit Krawatte oder Fliege, als Frau gepflegt. Augenkontakt mit den Interviewern Wir empfehlen, dass man nicht versucht, jemand anders zu sein (weder Hoch- noch Tiefstapler) und auch offen über Schwächen spricht, aber keinen "Seelenstriptease" veranstaltet. Schwächen können korrigiert werden, wenn man sie kennt und darüber spricht. Ein Gang durch die Büros, in denen man danach arbeiten soll, ist normalerweise vorgesehen. Sonst kann man darum bitten. Achten Sie auf die Stimmung; können Sie sich vorstellen, dort zu arbeiten? Können der/die Vorgesetzte oder andere MitarbeiterInnen Ihnen für die weitere Entwicklung etwas bieten oder ist man sehr schnell auf sich selber gestellt (dies muss nicht schlecht sein, wenn man etwas daraus zu machen weiss!) Wichtiger Tip: Sie werden sich eventuell bei zahlreichen Firmen bewerben, vielleicht sogar an mehreren Stellen in der gleichen Firma. Sie sollten sich dann einen (oder mehrere) Ordner anlegen mit Unterteilungen und pro Stelle ein Fach wählen und alle Dokumente dort ablegen (auch Kopien der eingesandten Dokumente). Nach jedem Gespräch (auch Telefongespräch oder E-Mail) sollte man Protokoll führen. Sie haben eventuell mit so vielen Personen zu tun, dass Sie am Schluss nicht mehr wissen, wer was gesagt hat. Sollte man sich nochmals bewerben, wenn man eine Absage bekommt und die Firma sucht ein halbes Jahr danach wieder mit praktisch demselben Inserat nach KandidatInnen? Hier muss man zwei Situationen unterscheiden: Wenn die Firma massenhaft MathematikerInnen sucht und eine einzige Person im Personalbereich zuständig ist und den Überblick hat (das ist nicht selbstverständlich!) und man ist abgelehnt worden, so ist man wohl bei allen möglichen Abteilungen nicht gefragt. Dann sollte man sich nicht gleich wieder bei der Firma bewerben. Wenn eine Firma aber ein Inserat mit präzisem Inhalt veröffentlicht hat und dann ein halbes Jahr später ein anderes Inserat schaltet, so kann man sich sicher wieder bewerben. Dies vor allem dann, wenn vor einem halben Jahr nur die eine Stelle offen war oder falls die Ansprechperson im Personalbereich und/oder die Abteilung die sucht gewechselt hat. Ein Ausweg aus dieser Situation ist folgender: Firmen dürfen die Bewerbungsunterlagen von Gesetzes wegen nicht aufbewahren. Wenn man es Ihnen aber schriftlich erlaubt, kann die Firma die Unterlagen bereithalten, falls doch eine passende Stelle frei wird. Man kann die Personalverantwortlichen auch auf diesen Punkt ansprechen. Seien Sie sich bewusst: Am Schluss kommt es darauf an, dass Sie sich auch wohl fühlen in der Firma. Sie sollten also am Schluss mit dem Herzen und nicht nur mit dem Verstand oder gar Geldbeutel entscheiden. 3. Stelle behalten Falls man die Stelle durch ein Personaldienstleistungsunternehmen erhalten hat, ist es selbstverständlich, dass man nach Antritt der Stelle falls notwendig eine weitere Betreuung erwarten darf. Bei Problemen, vor allem beim Berufseinstieg, kann ein Gespräch mit den Stellenvermittlern auf Grund derer Erfahrung viel weiterhelfen. Webmaster: Christoph Luchsinger / chris@all-acad.com / Member of Luchsinger Mathematics AG
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